Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit im Oberbergischen Kreis – ein fester Bestandteil der Schulkultur

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Seit den 1980er-Jahren sind im Oberbergischen Kreis an vielen Schulen Fachkräfte der Schulsozialarbeit tätig. Sie erweitern das schulische Bildungs-, Erziehungs- und Förderangebot und sind ein wichtiger Teil der Schulkultur und Schulentwicklung.

Schulsozialarbeitende gestalten aktiv den Ganztag, bieten Beratung und prägen damit die Schulkultur und -entwicklung maßgeblich mit. Sie sind in präventive Strukturen eingebunden und unterstützen Schulen dabei, individuelle Entwicklungsbedarfe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzuschätzen. Im Rahmen des Kinderschutzes leiten sie Schulen durch das Meldeverfahren und stehen als kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Seite.

Durch ihre Arbeit wirken Schulsozialarbeitende nachhaltig auf die Schulkultur ein und fördern eine wertschätzende, gewaltfreie Schule, in der sich alle wohlfühlen und erfolgreich lernen können.

Schulsozialarbeit ist ein niedrigschwelliges, präventives und ressourcenorientiertes Unterstützungsangebot im Lebensraum Schule. Sie nimmt eine unabhängige Vertrauensposition für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft ein, betrachtet individuelle Lebens- und Problemlagen ganzheitlich, arbeitet potenzialorientiert und hat die soziale, emotionale und personale Entwicklung im Fokus. Eine grundlegende Basis der Schulsozialarbeit ist die gesetzlich verankerte Schweigepflicht.

Ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Schulsozialarbeit ist ihre gleichberechtigte Partnerschaft mit der Schule. Dies setzt regelmäßige Gespräche mit der Schulleitung, die Einbindung in die interne schulische Kommunikation, die Anerkennung der Möglichkeiten und Grenzen der Schulsozialarbeit durch die Schule, die Teilnahme an schulischen Gremien sowie eine wertschätzende Kommunikation voraus. Hierfür sind entsprechende professionelle Qualifikationen der Fachkräfte erforderlich.

Im Oberbergischen Kreis arbeiten die Fachkräfte der Schulsozialarbeit bzw. der Sozialen Arbeit in Schule in unterschiedlicher Trägerschaft. Je nach Erlasslage und Einstellungsverhältnis sind sie beim Land NRW, beim Oberbergischen Kreis, bei einer Kommune oder in freier Trägerschaft, wie des Deutschen Rotes Kreuz, der Caritas, des Internationalen Bundes, bei der Diakonie und Zweckverband der Förderschulen. Die Ausrichtung ihrer Arbeit richtet sich nach dem jeweils zugrundeliegenden Erlass und der entsprechenden Stellenbeschreibung. Die Träger begleiten und unterstützen die Fachkräfte fachlich und dienstlich.

Kontakt

Eine Frau mit grauem, kurzen Haar trägt eine schwarze Brille, eine blaue Jacke und einen schwarzen Rollkragenpullover. Der Hintergrund ist unscharf und zeigt Grünflächen.